[Trigami-Review] Um mit Weblogs, Microblogging und Webseiten Geld zu verdienen, bieten sich Affiliate-Programme an. Dabei verlinkt man mit speziellen URLs auf Online-Shops oder Online-Dienste und erhält für vermittelte Käufe bzw. Benutzer jeweils eine Provision. Was in der Theorie einfach und nach leicht verdientem Geld klingt, ist in der Praxis häufig nicht so einfach.
Nachteile klassischer Affiliate-Systeme
- Die erzeugten URLs sind lange und benötigen oftmals noch einen zusätzlichen Zählpixeln. Zur Nutzung in Microbloggingsystemen wie Twitter muss die URL nochmal zusätzlich bearbeitet werden.
- Es gibt zahlreiche Affiliate-Systeme, bei denen man sich getrennt anmelden muss. Die Verwaltung wird so sehr zeitintensiv.
- Viele Systeme stehen einem erst nach Freigabe durch den Anbieter zur Verfügung, was manchmal ein paar Tage dauert.
- Für einige Angebote erfüllt man oftmals nicht den Mindestumsatz oder erreicht nur sehr selten die Ausschüttungsgrenze.
- Die Erzeugung von Affiliate-URLs ist oftmals schwierig und zeitaufwendig.
Neu bei Bee5
Mit Bee5 gibt es nun ein recht junges Affiliate-System, welches alle diese Nachteile nicht hat. Nach einer kurzen Anmeldung, die keine Minute dauert, hat man dort sofort Zugriff auf über 3000 Partnerprogramme. Genutzt werden kann der Dienst kostenlos – man erhält sogar 2 Euro Startgeld. Dafür verdient Bee5 an den Provisionen mit, so dass diese etwas geringer ausfallen, als wenn man direkt bei dem Anbieter angemeldet ist.
Vorteile von Bee5:
- Kurze Microblogging-kompatible URLs. Meine URL zu buch.de sieht etwa so aus: http://bee5.de/JPYm8
- Über 3000 Affiliate-Programme mit einer kurzen und einfachen Anmeldung.
- Keine Wartezeit bis zur Freischaltung durch die Programmanbieter. So kann ich euch meine Matratze empfehlen ohne mich bei Otto anzumelden.
- Life-Time-Provision für vermittelte Webmaster wenn ihr Bee5 an andere Nutzer weiterempfehlt.
- Einfaches Bookmarklet zur URL-Generierung in teilnehmenden Shops für Firefox, Safari und Internet Explorer.
- Man darf auch selbst die Angebote nutzen und bekommt auch hierfür eine Provision.
- Junges Programm mit einem guten Potential. Hier kommt in Zukunft sicherlich noch mehr.
Nachteile von Bee5:
- Geringere Provision als bei direkter Anmeldung beim Anbieter (30% gehen an Bee5)
- Kein blätterbarer Partnerkatalog, was die Suche nach Shops die über Bee5 geschaltet werden könne, erschwert.
- Manche Programme (z.B. Amazon) ohne Ausschüttung. Dort wird das Geld gespendet.
- Die Oberfläche wirkt bei mir (Firefox 3 unter Linux) noch etwas hakelig.
Meine Empfehlung
Ich persönlich halte Bee5 sinnvoll um darüber Affiliates abzubilden, bei denen man schnell und einfach kurze URLs benötigt aber keinen hohen Umsatz erwartet bzw. die Anforderungen für eine direkte Affiliate-Teilnahme nicht erfüllt. Man kann vor allem in Ruhe testen, was bei den eigenen Lesern gut ankommt, ohne sich an duzenden Systemen einzeln anmelden zu müssen. Auch für Privatpersonen, die keinen großen Zeitaufwand mit der Verwaltung zahlreicher Systeme haben wollen, bietet sich Bee5 an.
Gut laufende Affiliates, bei denen der Ertrag den Aufwand lohnt, würde ich aber nach einer Testphase auf ein direktes Affiliate-System über den Anbieter umstellen, weil hier höhere Provisionen ausgeschüttet werden.
Hi Jan,
vielen Dank für deinen Beitrag und deine konstruktive Kritik.
Möchte nur kurz anmerken, dass der Programmkatalog demnächst folgen wird (vermutlich Ende nächster Woche) 🙂
Bezüglich FF3 und Linux – das werden wir uns nochmal ansehen. Was verstehst du unter „hakelig“ (langsamer Seitenaufbau)?
Schöne Grüße
Eugen
http://www.bee5.de
Hakelig war bei mir vor allem die Trefferliste, wenn man nach einem Partnerprogramm gesucht hat. Dort schienen viele Klicks nicht richtig zu fruchten, manchmal musste ich nochmal suchen bevor ich was anklicken konnte.
Hallo Jan,
hochinteressanter Artikel. Selber habe ich mit diesen Programmen keine gute Erfahrung gemacht – bringt eigentlich alles nichts. Jedenfalls war das bei mir so der Fall. Ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich das so offen sage. Möchte hier natürlich niemanden vergrämen.
Tati
Damit Affiliate-Systeme dir wirklich finanziell „etwas bringen“ (das nehme ich zumindest an, dass du das meinst), musst du schon eine Menge Besucher oder ein sehr spezielles Publikum bedienen. Natürlich kann ich nicht einschätzen, wie viele Besucher du hast.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Ich habe über alle Weblogs verteilt knapp 100.000 Besucher pro Monat und nutze nicht viel Affiliate-Werbung. Aber ein bisschen was bleibt da doch schon hängen. Zudem finde ich es einen guten Service wenn ich z.B. vorgestellte Bücher auch verlinke. Und warum das dann nicht direkt mit einer Provision verbinden?